Velodyne Acoustics Glossar

Subwoofer Glossar

A

Active Subwoofer
Ein Subwoofer mit einem eingebauten Verstärker. Der Verstärker, der Treiber und die Elektronik sind als ein System konstruiert, oft einschließlich DSP und Schutzschaltungen.
Häufiges Missverständnis: Ein externer Verstärker ist automatisch "besser". In den meisten Fällen sind integrierte Designs präziser abgestimmt.

B

Bass Reflex
Ein Gehäusedesign mit einer Öffnung, die tiefe Frequenzen durch Abstrahlung vom Treiber nach hinten verstärkt. Es erhöht die Leistung und die Erweiterung der tiefen Frequenzen.
Häufiges Missverständnis: Basslautsprecher mit Öffnungen sind immer weniger präzise als geschlossene Lautsprecher. Die Präzision hängt mehr von der Abstimmung und der Interaktion mit dem Raum ab als vom Gehäusetyp allein.

C

Class D
Eine hocheffiziente Verstärkertechnologie, die eine hohe Leistung bei minimaler Wärmeentwicklung liefert. Sie ist die vorherrschende Topologie in modernen Subwoofern.
Häufiges Missverständnis: Class D klingt "digital" oder rau. Richtig konzipierte Class-D-Verstärker sind extrem linear und transparent.
Crossover / Crossover Frequency
Die Frequenz, bei der das Signal zwischen den Hauptlautsprechern und dem Subwoofer aufgeteilt wird, normalerweise zwischen 60 und 120 Hz. Eine korrekte Einstellung gewährleistet eine nahtlose Integration.
Häufiges Missverständnis: Tiefer ist immer besser. Die richtige Frequenzweiche hängt davon ab, wie tief die Hauptlautsprecher sauber arbeiten können.

D

DBA (Double Bass Array)
Eine Konfiguration mit mehreren Subwoofern an der Vorder- und Rückseite eines Raums, die zeitlich aufeinander abgestimmt sind, um stehende Wellen zu reduzieren und eine gleichmäßige Bassverteilung zu erreichen.
Häufiges Missverständnis: Mehr Subwoofer bedeuten mehr Bass. Das Ziel ist Gleichmäßigkeit und Kontrolle, nicht schiere Lautstärke.
Down-Firing
Ein Design, bei dem der Treiber nach unten zum Boden hin abstrahlt. Der Boden wird Teil der akustischen Belastung.
Häufiges Missverständnis: Downfiring verteilt den Bass gleichmäßiger. Bei niedrigen Frequenzen ist die Richtwirkung minimal; die Platzierung ist viel wichtiger.
DSP (Digital Signal Processing)
Digitale Verarbeitung zur Gestaltung des Frequenzgangs, Anwendung von Filtern, Verwaltung des Schutzes und Optimierung der Leistung für den Raum.
Häufiges Missverständnis: DSP "färbt" den Klang. In Wirklichkeit wird es oft eingesetzt, um physikalische und akustische Einschränkungen zu korrigieren.

E

Enclosure Q (Q Factor)
Beschreibt die Dämpfungseigenschaften eines Systems oder Filters. Höhere Q-Werte erzeugen schmalere, ausgeprägtere Spitzen; niedrigere Q-Werte führen zu einem breiteren, glatteren Verhalten.
Häufiges Missverständnis: Ein höherer Q-Wert bedeutet straffere Bässe. Ein zu hoher Q-Wert kann zu Dröhnen führen.

F

Frequency Response
Ein Diagramm, das den Ausgangspegel über die Frequenzen hinweg anzeigt. Ein gleichmäßiger Verlauf deutet auf eine ausgewogene Wiedergabe hin.
Häufiges Missverständnis: Eine tiefere veröffentlichte Zahl garantiert einen besseren Bass. Die Messbedingungen spielen eine große Rolle.
Front-Firing
Ein Design, bei dem der Fahrer nach vorne in den Raum schaut. Vorhersehbar und bei den meisten Systemen üblich.
Häufiges Missverständnis: Frontalbeschallung ist von Natur aus präziser als Abwärtsbeschallung. Die Raumakustik ist in beiden Fällen entscheidend.

H

High-Level Input
Ein Anschluss, der das Signal direkt von den Lautsprecheranschlüssen abnimmt. Wird oft bei Stereoverstärkern verwendet, die keinen eigenen Subwoofer-Ausgang haben.
Häufiges Missverständnis: High-Level-Verbindungen klingen minderwertig. Wenn sie richtig implementiert sind, gibt es keine klanglichen Nachteile.

I

Impulse Response / Transient Accuracy
Die Fähigkeit, plötzliche Signaländerungen schnell und sauber zu reproduzieren. Wichtig für Punch und Realismus.
Häufiges Missverständnis: Nur geschlossene Subwoofer haben ein gutes Einschwingverhalten. Systemdesign und -abstimmung sind wichtiger als der Gehäusetyp allein.

L

LFE (Low Frequency Effects)
Ein spezieller Basskanal in Surround-Sound-Formaten, der für besondere Tieftoneffekte vorgesehen ist. Wird in Systemen wie 5.1 als ".1" dargestellt.
Häufiges Missverständnis: Der LFE-Kanal enthält alle Bässe. Tiefe Frequenzen gibt es in jedem Kanal.
LFE Channel vs. Bass from Main Speakers
In Heimkinosystemen leitet das Bassmanagement tiefe Frequenzen von allen Lautsprechern zum Subwoofer, wenn die Lautsprecher auf "Klein" eingestellt sind, zusätzlich zum LFE-Kanal.
Häufiges Missverständnis: Große Standlautsprecher machen einen Subwoofer im Heimkino überflüssig.
Limiter
Eine Schutzschaltung, die die Leistung reduziert, bevor Verzerrungen oder Schäden auftreten.
Häufiges Missverständnis: Ein Limiter verschlechtert immer die Klangqualität. Ohne ihn würden Verzerrungen oder mechanische Belastungen früher auftreten.
Low-Level Input (RCA / Line-Level)
Eine Verbindung über Vorverstärkerausgänge, die bei AV-Receivern und vielen modernen Stereoverstärkern Standard sind.
Häufiges Missverständnis: Cinch-Anschlüsse sind von Natur aus minderwertig. Bei typischen Subwooferkabellängen sind sie völlig ausreichend.

P

Passive Subwoofer
Ein Subwoofer ohne internen Verstärker. Erfordert einen externen Leistungsverstärker.
Häufiges Missverständnis: Passive Designs sind "audiophiler". Die Integration ist oft komplexer und weniger optimiert.
Phase and Phase Adjustment
Beschreibt das zeitliche Verhältnis zwischen Subwoofer und Hauptlautsprechern. Die einstellbare Phase hilft, Auslöschungen im Bereich der Frequenzweiche zu verhindern.
Häufiges Missverständnis: 0° ist immer richtig. Die korrekte Phase hängt von der Platzierung und dem Abstand ab.

R

Room Gain
Natürliche Verstärkung der tiefen Frequenzen durch Raumbegrenzungen. Kleinere Räume verstärken den Tiefbass stärker.
Häufiges Missverständnis: Mehr Raumverstärkung ist immer von Vorteil. Übermäßige Verstärkung kann Dröhnen verursachen.

S

SBA (Single Bass Array)
Mehrere Subwoofer, die entlang einer Wand platziert werden, um die Basskonsistenz im Raum zu verbessern.
Häufiges Missverständnis: Ein sehr großer Subwoofer ist immer besser als mehrere kleine Subwoofer. Mehrere Quellen verbessern oft die Verteilung.
Signal-to-Noise Ratio (SNR)
Das Verhältnis zwischen dem gewünschten Audiosignal und dem Hintergrundrauschen. Höhere Zahlen bedeuten einen saubereren Betrieb.
Häufiges Missverständnis: Kleine numerische Unterschiede sind immer hörbar. In realen Räumen dominieren oft die Umgebungsgeräusche.
SPL (Sound Pressure Level)
Ein Maß für die Lautstärke, ausgedrückt in Dezibel (dB). Gibt die maximale Ausgangsleistung an.
Häufiges Missverständnis: Ein höherer Schalldruckpegel bedeutet automatisch eine bessere Klangqualität.
Stereo Subwoofer Integration
Die Integration eines Subwoofers in ein Zweikanal-Musiksystem, um die Leistung im Tieftonbereich zu erhöhen, ohne das Bild zu stören.
Häufiges Missverständnis: Ein Subwoofer stört die Stereoabbildung. Ein schlechtes Setup tut dies; die richtige Integration verbessert die Größe und Tiefe.
Sub-Out
Ein spezieller Subwoofer-Ausgang an einem Verstärker oder Receiver, in der Regel gefiltert und pegelgeregelt.
Häufiges Missverständnis: Ohne einen Sub-Out kann ein Subwoofer nicht richtig genutzt werden.
Subsonic Filter
Ein Filter, der extrem tiefe, unhörbare Frequenzen entfernt, um den Treiber vor übermäßiger Auslenkung zu schützen.
Häufiges Missverständnis: Alles, was unter 20 Hz liegt, ist irrelevant. Infraschallanteile können das System immer noch belasten.

T

THD (Total Harmonic Distortion)
Ein Maß für die zum Originalsignal hinzugefügte harmonische Verzerrung. Niedrigere Werte bedeuten im Allgemeinen eine sauberere Wiedergabe.
Häufiges Missverständnis: Ein etwas niedrigerer THD-Wert ist immer hörbar besser, besonders im Bassbereich.
Transient Response
Siehe Impulsantwort / Einschwinggenauigkeit.
Tuning Frequency
Die Frequenz, bei der ein mit Öffnungen versehenes Gehäuse akustisch verstärkt wird.
Häufiges Missverständnis: Eine tiefere Stimmung bedeutet automatisch tiefere nutzbare Bässe.

W

Wattage / Amplifier Power
Die elektrische Ausgangsleistung des Verstärkers.
Häufiges Missverständnis: Mehr Watt bedeutet immer mehr Bass. Die Leistung hängt vom gesamten System ab: Treibergröße, Auslenkungsfähigkeit, Gehäusedesign und Robustheit des Netzteils.

X

Xmax (Maximum Linear Excursion)
Die maximale Entfernung, die ein Lautsprecher zurücklegen kann, während er innerhalb seines linearen Betriebsbereichs bleibt. Ein größerer Hub ermöglicht eine größere Luftverdrängung und tiefere Bässe.
Häufiges Missverständnis: Die Kegelgröße allein bestimmt die Leistung. Auslenkung und Oberfläche wirken zusammen.

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